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Die Gesellschaft auf Teneriffa

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Kreativ, professionell und Zivilcourage.

Die Studenten der Filmhochschule aus La Guancha im Norden Teneriffas melden sich live mit ihrem Kulturprogramm „El Zulo“. Wieder mal stellten sie ihre Professionalität und damit auch das hohe Niveau der Hochschule unter Beweis. Studenten aus ganz Spanien schätzen die gute Ausbildung in den Bergen Teneriffas. Deutlich unterscheiden sie sich von den kommerziellen Soft-Magazinen der spanischen und erst recht der kanarischen TV-Kanäle. Professionalität, Kreativität, Witz und couragierte Kritik zeichnen ihr Magazin aus.



Maite Bravo spricht klar und mutig nach Demonstration in La Laguna

Alleine baute die Umweltschützerin die Plattform für Teneriffa auf, der heute über 70 Bürgerinitiativen angehören. Charmant und doch kompromisslos nennt sie Dinge beim Namen. Nach der Demonstration in der Universitätsstadt La Laguna führte ich ein Gespräch mit der Sekretärin der Plattform für Teneriffa, Maite Bravo Rodriguez. Das Interview wurde von einem alternativen Fernsehteam junger Studenten aufgezeichnet. Sie finden die Tatsache, dass der öffentliche Protest gegen die Vetternwirtschaft der kanarischen Regierung von den, nach ihrer Meinung, gekauften Medien totgeschwiegen wird, unerträglich. Damit sind wir und einige engagierte junge Filmemacher die Einzigen, die um eine lückenlose Aufklärung der Sachlage bemüht sind. Eine beschämende Situation im Hinblick auf die momentan entstehende europäische Verfassung.


Straßenbahn verdrängt Pferdedroschken und Lastenkamele.

Schon im vorigen Jahrhundert veränderte die Straßenbahn das Straßenbild von Santa Cruz und La Laguna. Bis in die 60er Jahre beförderte sie die Bürger der Hauptstadt vom Hafen bis in die 600 Meter hoch gelegene Universitätsstadt La Laguna und zurück. Bis sie wiederum den Bussen und Privatwagen Platz machen musste. So wie sie der südländischen Hafenstadt das Image einer modernen Metropole schenkte, so galt sie im Zeitalter der individuellen Automobilisierung schnell als altmodisch. Bis es keine Parkplätze mehr gab und die Nerven derjenigen strapazierte, die bei höllischer Hitze stundenlang in Staus ausharren mussten. Und nun kam sie als ökologisches und wohnqualitätsgebendes Gefährt zurück.



Kanarische Solidarität
mit Kindern der Polisario


Sie kennen nichts anderes. Sie sind in den Flüchtlingslagern geboren, gehen dort zur Schule und spielen im glühenden Sand der Wüste Sahara.

Gespräch mit
Bischof D. Bernardo Alvarez Afonso


Der Priester von der schönen Insel La Palma unterbrach 1967 sein Ingenieursstudium, um ins Priesterseminar einzutreten. Am 16 Juli 1976 wurde er zum Priester geweiht. Danach diente er als Priester in vier verschieden Gemeinden auf La Palma, La Gomera und Teneriffa und widmete sich der theologischen Wissenschaft an verschiedenen Universitäten, unter anderen auch in Rom. Ab 1987 war er Direktor des Priesterseminars in La Laguna bis er im Sommer 2005 von Pabst Benedikt XVI. zum Bischof ernannt wurde.


Gewalt gegen Frauen, Kollateralschäden einer machistischen Gesellschaft

Hilflosigkeit macht sich breit bei der Politik, wenn es um eines der dunkelsten und obszönsten Flecken unserer heutigen Gesellschaft geht. Opferhilfe, ist die einzige und immer noch unzulängliche Antwort, die unsere Verantwortlichen zu Stande bringen. Auch die brutalen Statistiken bringen die Politiker nicht zum Handeln. Verdrängung ist angesagt. Vor allem hier auf den Kanaren. Die Beschäftigung mit der eigenen Sexualität und der eigenen Beziehungsunfähigkeit mit dem anderen Geschlecht macht den Männern Angst. Ihre breite Brust fällt in sich zusammen. Sie ziehen sprichwörtlich ihren Schwanz ein. Auch die Qualen und das Leiden der Opfer führen immer noch nicht zu einem Umdenken. Selbstkritik ist nicht männlich aber auch nicht kanarisch.

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